Die ersten 100 Tage im Amt als Bürgermeisterin

100 Tage „Schonfrist“ bekommt man üblicherweise, wenn man ein neues Amt angetreten hat. Doch sollte in dieser Zeit auch schon etwas vorangebracht werden.
Meine 100 Tage sind nun um und ich habe mir Gedanken gemacht, was gemeinsam mit dem Gemeinderat auf den Weg gebracht werden konnte:

Bürgerbeteiligung
Ich habe das Amt für ländliche Entwicklung zu einer ersten Information des Gemeinderates eingeladen. Dieses Amt bietet Konzepte und Strategien zur Ortsentwicklung und Dorferneuerung. Es setzt dabei vor allem auf die Beteiligung von Bürgern und die Zusammenarbeit im Ort. Ich glaube, dass sich aus dieser Zusammenarbeit eine dauerhafte Institution für Bürgerbeteiligung entwickeln kann.
Mit Unterstützung des Gemeinderates habe ich beim Amt einen Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm gestellt.

Ortsentwicklung
Selbstverständlich wird die Aufnahme in das Förderprogramm auch zum „Erhalt der alten Ortskerne“ beitragen. Aktuell arbeiten wir im Rathaus mit Planern am Bebauungsplan Nr. 56 „Hauptstraße in Steinebach“ von S-Bahn-Unterführung bis Raabes Wirtshaus. In Arbeitsgruppen mit interessierten Bürgern wurden Konzepte zur Verkehrsführung ausgearbeitet. In den nächsten Wochen werden wir Verhandlungsgespräche mit dem Straßenbauamt Weilheim führen. Eine Verbesserung der Nahversorgung und der mögliche Einsatz eines Ortsbusses sollen im Projekt Ortsentwicklung erarbeitet werden. Dazu gehört nicht zuletzt das Thema Bürgerkraftwerk, mit dem Wörthsee zur Energiewende im Landkreis beitragen kann.

Verkehrssicherheit
30 Anträge liegen mir vor, die sich höchst unterschiedlich mit dem Thema Verkehrssicherheit auseinandersetzen. Sie wurden teils von der AG Verkehrssicherheit, teils privat eingereicht. Am 14. Oktober findet deshalb eine Sondersitzung des Gemeinderates statt.
Immerhin haben wir mittlerweile erreicht, dass für die Hauptstraße in Steinebach St 2348 eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h verfügt wurde.
Begründung: Die Straße verfügt bei „beidseitiger Bebauung nicht über beidseitige Gehwege zu einer sicheren Führung der Fußgänger.“

Augustiner
Der Bauantrag liegt im Landratsamt zur Genehmigung vor. Augustiner plant den Abriss nach dem Oktoberfest. Das neue Wirtshaus wird kleiner als der Bestand. Es wird wieder einen großen Saal geben, der Gemeinde und Vereinen mietfrei zur Verfügung gestellt werden wird. Der Biergarten bleibt mit dem alten Baumbestand, das Strandbad bleibt in seiner Größe bei freiem Zutritt erhalten Die Brauerei hat zur Gestaltung der Außenanlagen bereits zugesagt, für Wünsche und Anregungen der Bürger offen zu sein.

Jugendhaus
Sämtliche Arbeiten sind abgeschlossen. Das Jugendhaus hat seit einigen Wochen den geregelten Betrieb wieder aufgenommen. Am 1. August fand zur großen Freude von Sprecherrat und Mitarbeitern die erste öffentliche Party statt.

Urban-Dettmar-Haus
Marthashofen als Betreiber des Urban-Dettmar-Hauses hält aus wirtschaftlichen Gründen den Betrieb in der jetzigen Form für sehr problematisch. Welche Konsequenzen sich aus den anstehenden Verhandlungen mit dem Betreiber ergeben werden, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Das erste Gespräch wird im September stattfinden, Vertreter des Freundeskreises sind dazu ebenfalls eingeladen. Selbstverständlich suchen wir nach alternativen Lösungen. Zusätzlich werden wir nach den Sommerferien einen „Runden Tisch“ mit Fachleuten, Vertretern des Gemeinderates, Marthashofens und des Freundeskreises einberufen. Hier soll das Ergebnis der Verhandlungen besprochen und mögliche Konsequenzen und Planungen erarbeitet werden.

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