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Ein Jahr im Amt – eine erste Bilanz

Ein Jahr nach meinem Amtsantritt besuchte ich auch heute wieder die Maifeiern in Walchstadt und Etterschlag, um beim Maibaum-Aufstellen zuzuschauen. Mit einem Unterschied, es war kalt und regnerisch. Der strömende Regen konnte die Verantwortlichen nicht davon abhalten, ihren nass geregneten Maibaum aufzustellen. Nicht ganz ungefährlich, wie der umgekippte Maibaum in Hochstadt bewies. Die Beteiligten machten sich konzentriert ans Werk und beide Bäume ragen seit heute geschmückt in den Himmel. Tradition ist Tradition und wer ko, der ko!

Ein Jahr ist um und auch wenn ich mich auf meiner Homepage nicht oft gemeldet habe, so ist doch einiges vorangegangen.

Die Planungen für die Hauptstraße in Steinebach, zum Erhalt des Ortsbildes und für die Sicherheit der Fußgänger sind vorangekommen. So konnten wir die Einführung von Tempo 30 in der Hauptstraße erreichen. Der Gemeinderat ist in Verhandlung mit den Eigentümern des Grundstücks, auf dem „Raabes Wirtshaus“ steht und das er unbedingt erhalten will. Bürgerbeteiligungsprozesse sind in Gang gesetzt worden. Zahlreiche Wörthseer beteiligten sich an den Workshops zur Ortsentwicklung. Die Ergebnisse der Arbeitskreise „ Bauen im Dorf“, „Wörthseeblick“, „Verkehr, Wirtschaft und Nahversorgung“, „Gewerbe und Tourismus mit Natur und Landwirtschaft, Kultur und Soziales“ werden demnächst im Gemeinderat vorgestellt und dieser hat dann die Aufgabe, sich mit den erarbeiteten Konzepten auseinanderzusetzen und die Umsetzung voranzubringen.

Da es mir ein Anliegen ist, unsere Bürger und Bürgerinnen über die wichtigsten Ereignisse in Wörthsee zu informieren, ist zum 1. April die erste Ausgabe des vierteljährlich erscheinenden „Veranstaltungskalenders“ erschienen. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen zeigen das Interesse unserer Bürger an Wörthseer Neuigkeiten und Veranstaltungen.

Wir alle wollen eine Verbesserung unserer Nahversorgung. Deshalb wurde eine Studie bei einem spezialisierten, renommierten Büro in Auftrag gegeben. So soll geklärt werden, wie die Wörthseer im Moment ihre Einkäufe erledigen, über welche Kaufkraft sie verfügen, wo Geschäfte im Ort sinnvoll angesiedelt werden können und eine wirtschaftliche Zukunft haben und schließlich, was die Gemeinde dazu beitragen kann.

Für das Urban-Dettmar-Haus ist es uns gelungen, die Nachbarschaftshilfe für den Betrieb des Hauses zu gewinnen. Unter anderem plant sie eine Tagespflegeeinrichtung, sodass das Haus mit zusätzlichen Möglichkeiten weiterhin Hilfsbedürftigen, Senioren und Seniorinnen zur Verfügung steht. Die Nachbarschaftshilfe wird demnächst ihr Gesamtkonzept vorstellen.

Wir gehen in unserem Haushalt von realistischen Einnahmen aus, arbeiten im interkommunalen Zweckverband Gewerbegebiet Inning-Wörthsee an einer Verbesserung der Gewerbesteuereinnahmen und treiben gleichzeitig den Schuldenabbau durch regelmäßige Tilgungen voran. Somit können wir uns auch größere Investitionen wie den Schulneubau leisten.

Wir sind stolz darauf, dass wir bei diesem ohne Mehrkosten voll im Zeitplan sind und unsere Schulkinder und Lehrer im Juli in die neu gebaute Grundschule umziehen können. Dies verdanken wir der hervorragenden Zusammenarbeit von Planungsbüro, Architekten und Gemeindeverwaltung. In den Sommerferien wird die alte Schule abgerissen, dann werden bis zum Frühjahr 2016 die Außenanlagen abgeschlossen. Mit einem „Tag der offenen Tür“ wollen wir Ihnen dann zeigen, was mit den Geldern der Gemeinde geschaffen wurde.

Ein weiterer Schritt zu mehr Verkehrssicherheit für Schulkinder, Sportler und Spaziergänger wird der Bau einer Querungshilfe in der Etterschlager Straße Höhe Edeka sein. Die Genehmigung des Staatlichen Bauamtes liegt vor, ein Planer ist beauftragt.

In der letzten Sitzung hat der Gemeinderat dafür gesorgt, dass unser Ortsteil Etterschlag auch weiterhin davor geschützt ist, dass Windkraftanlagen zu nahe an die Wohnbebauung heranrücken. Eine Mehrheit im Gemeinderat stimmte für Rechtssicherheit und gegen populistische Spontangesetzgebung der bayerischen Staatsregierung.

Gemeinderat, Gemeindeverwaltung und ich als ihre Bürgermeisterin werden weiter daran arbeiten, dass unsere Gemeinde auch in Zukunft lebenswert bleibt!

 

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